Walter Sanders

* 7.10.1925 (Lobberich)

✡ 3.Juli 2001 (Lobberich)

Holocaust - Überlebender

war: Metzgerei und Fleischereizubehörverkauf, Süchtelner Straße20

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Die Familie Sanders war jüdischen Glaubens, sie betrieb an der Süchtelner Straße 20 eine Metzgerei. 1939, im Wikilink Nationalsozialismus wurde Walter als 14-Jähriger mit seinen Geschwistern in ein Heim nach Rijswijk bei Arnheim (Niederlande) geschickt. Dort lernte er schweißen. Die Eltern können ihre Kinder dort noch einmal besuchen. Walter habe sich erinnert, so wird berichtet, dass der Vater beim Abschied bitterlich geweint habe, dennoch voller Hoffnung war: „Wir kommen zurück, überall wird Brot gebacken.“

Als Nazi-Deutschland im Mai 1941 die Niederlande überfiel und die Judenverfolgung auch dort einsetzte, kam er in das berüchtigte Lager Wikilink Westerbork. Er überlebte den Wikilink Holocaust, da seine Schweißkenntnisse nützlich waren. In den Niederlanden konnte er nicht Fuß fassen und kehrte bald nach Lobberich zurück.
Die Eltern waren schon im Dezember 1941 nach Riga deportiert worden.
Walter verkaufte Metzgereibedarf und lebte bis zuletzt im Elternhaus auf der Süchtelner Straße 20.


Presse

Rheinische Post, 11. Oktober 2025: Als Kinder einfach aussortiert wurden

Tochter Edith betont, ihr Vater sei relativ schnell nach Kriegsende nach Lobberich zurückgekehrt. Und er sei nicht von allen freundlich empfangen worden. „Viele haben ihn bestohlen, als er weg war“, sagt sie, und Hans-Josef Caelers, lange in der Nachbarschaft wohnend, vermutet: „Bestimmt findet man in Lobberich auch heute noch Besteck oder den einen oder anderen Schrank aus Walters Wohnung.“


Weiterführende Links

Logo Walter Sanders überlebt den Wikilink Holocaust

(Kapitel 15 aus dem Buch Logo1000 Jahre Lobberich von Max Zanders)