Straße in Hinsbeck
im Windfang
Die Straße führt von der
Niedieckstraße in das vom Hinsbecker Gemeinderat auf Hinsbecker Grund angelegte Gewerbegebiet...
Der Wind, der hier gefangen wird ist der
"Lobbericher Wind": Der Hinsbecker Gemeinderat spöttelte mit der Namensgebung über seinen großen südlichen Nachbarn, vor dessen Toren man Gewerbesteuer einfangen wollte.
Hintergrund: Hinsbeck hatte sich bereits 1964 um die Anerkennung als Erholungsort beworben. Um die Möglichkeit der Anerkennung zu erhalten, wurden gleichzeitig neue Industriebetriebe in den Hinsbecker Randbereichen angesiedelt, beispielsweise an der Straße „Im Windfang“.
In den jungen Zeiten der Kunststadt Nettetal ab 1970 wurden dann alte Grenzen geschleift und im Rathaus über "Statdtteilbefindlichkeiten" gespottet. Hinsbecker Gebiet, das nah an der "geschlossenen Ortschaft" Lobberich lag, wurde - schwupps! - bei einer Flurbereinigung der "Gemarkung Lobberich" zugeschlagen. Darunter auch "im Windfang".
Auch die Niedieckstraße heißt heute heute bis zur Kreuzung mit "Wevelinghoven" so - dabei liegt die Straße ab der ehemaligen Bahntrasse klar auf "Hinsbecker Gebiet".
Nach Auseinandersetzungen der beiden Löschzüge der freiwilligen Feuerwehr, wer denn in dem Bereich löschen dürfe, wurde das Ortsschild "Wevelinghoven" hinter dem Kreisverkehr gesetzt. Mindestens die Zuständigkeiten der Löschzüge sind wieder auf altem Stand.

Verwaistes Ortschild an der Ortseinfahrt Lobberich.

Im Windfang, Hinsbeck
Anschlussstraßen: